Spaziergang mit Ihrem
Welpen
Mit Ihrem Welpen
sollten Sie natürlich auch - in Maßen -
spazieren gehen.
Benutzen Sie hierzu ein gut sitzendes Halsband - oder noch besser: ein
passendes Welpengeschirr - und eine Leine.
Achten Sie darauf, das der Welpe diese nicht als Spielzeug benutzt und
darauf herumkaut.
Ihr Welpe wird Ihnen als Bezugsperson folgen. Findet er etwas anderes
interessanter und zieht in eine andere Richtung, so sollten Sie nicht
an der Leine zerren, sondern vielmehr versuchen, den Welpen wieder auf
sich aufmerksam zu machen.
Dies geschieht mittels freundlicher Ansprache und lockender Stimme,
einem Zungenschnalzer oder eventuell mittels Spielzeug mit
Quietschie.
Auch ein paar Bröckchen Welpenfutter als Belohnung
für das
brave Kommen können nicht schaden, müssen aber nicht
unbedingt sein. Ihr
Welpe darf
anfangs nicht sehr lange am Stück spazieren gehen um die noch
weichen Knochen zu schonen.
Die Knochen müssen im ersten Lebensjahr wachsen und sich
festigen.
Auch wenn Ihr Collie scheinbar schnell wächst und mit sieben
Monaten schon recht erwachsen wirkt: Er ist es nicht!
Die körperliche und auch geistige Reife erlangt Ihr Hund erst
mit
ca. 18-24 Monaten. Erst dann ist der Knochenbau wirklich abgeschlossen
und die Knochen sind komplett ausgereift. Hier ein
paar dem Alter des Hundes entprechende Angaben über
die Länge des Spaziergangs:
2-3 Monate alter Hund: 4 x täglich jeweils
10 Minuten 3-4 Monate alter
Hund: 3-4
x täglich jeweils 15 Minuten (Ausgenommen
sind hier
die kurzen Gassigänge, die zur Erlangung der Stubenreinheit
natürlich noch zusätzlich erfolgen müssen.)
4-5
Monate alter Hund: 3
x täglich jeweils 20 Minuten 5-6 Monate alter
Hund: 2-3
x täglich jeweils 25 Minuten 6-7
Monate alter Hund: 2
x täglich jeweils 30 Minuten Ab
dann kann man als Faustregel nehmen: 2 x täglich 5
Minuten pro Lebensmonat.
Grundsätzlich sollte man die Dauer des Spaziergangs langsam
steigern, was mit dieser Faustformel recht gut geschieht.
Sicher wird Ihnen das nun viel zu wenig vorkommen. Doch das ist es
nicht! Der Welpe braucht neben seinen Erkundungsgängen auch
viele
Ruhepausen um sich gut entwickeln zu können. Wenn Sie mit ihm
unterwegs sind, wird er alles entdecken wollen und sehr lebhaft
umhertollen. Von alleine würde er sich dann sicher keine
Ruhephase
oder Auszeit nehmen. Welpen neigen dazu, sich selbst zu
überfordern. Sie
als Hundehalter müssen Ihren Welpen davor schützen!
Wenn er vor Erschöpfung nicht mehr kann, dann hat er sich
bereits
völlig verausgabt, was keinesfalls gutzuheißen ist.
Sie
müssen auf seine Ruhepausen achten!
Natürlich darf Ihr Welpe auch außerhalb der
Spaziergänge spielen. Doch auch hier sollten Sie darauf
achten,
das Ihr Welpe nicht überfordert wird. Laufen Am Fahrrad
ist für Welpen und Junghunde genauso wie das
Mitführen beim Joggen absolut Tabu!
Der Welpe wäre stark überfordert, wenn er die ganze
Zeit Ihr Tempo mithalten muss.
Auch wenn er dabei einen freudigen Eindruck macht - Die Gelenke und
Knochen machen das nicht mit!
Dies kann zu Wachstumsstörungen führen und zu
Knochenfehlstellungen oder Missentwicklungen.
Beim ausgewachsenen Hund sieht das natürlich anders aus. Hier
kann man je nach Temperament des Hundes entscheiden.
Um auf Nummer Sicher zu gehen, fragen Sie bitte Ihren Tierarzt, ob er
diese Sportart bei Ihrem Hund gutheißt.
Wenn ja, fangen Sie bitte mit sehr kurzen Strecken an.
Ihr Hund sollte am Fahrrad höchstens in leichtem Trab
laufen.
Ein Galopp am Rad ist viel zu anstrengend und schädigt die
Gelenke.
Bedenken Sie auch, das selbst bei langsamer Eingewöhnung ein
halbe
Stunde Laufen am Fahrrad für den Hund anstrengender ist, als
ein
zweistündiger Spaziergang.
 |