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Was ist
Hüftgelenksdysplasie (HD)?
Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlbildung der
Hüftgelenke, die in den ersten 15 Lebensmonaten auftritt.
Ursache: die Gelenkpfanne am Beckenknochen und der Kopf des
Oberschenkels passen nicht korrekt zueinander. Oft ist die Pfanne zu
flach, so dass der Kopf aus der Pfanne herausrutscht. In einigen
Fällen ist aber auch der Kopf des Oberschenkels fehlgebildet.
Durch permanentes Scheuern entsteht dann an der
Gelenkoberfläche eine Arthrose. Die Folge sind
knöcherne Verformungen des Gelenkes, die dem Tier
große Schmerzen bereiten und es in seiner Beweglichkeit
einschränken.
Folge: Die Hunde versuchen die Hintergliedmassen zu entlasten, doch
diese Schonhaltung führt zu Muskelschwund und die
Gelenkarthrose wird schlimmer.
Wie
erkenne ich eine HD-Erkrankung?
Frühestens im Alter von einem Jahr kann bei einem Hund anhand
von Röntgenaufnahmen der Grad der Erkrankung eindeutig
festgestellt werden. Bei einer bereits ausgebildeten HD kann auch ein
ungeschulter Beobachter die Krankheitsanzeichen an dem wackeligen,
schaukeligen Gang der Hinterhand oder am "Hinken" des Hundes erkennen.
Was
kann man tun, wenn mein Hund HD hat?
Je nach Alter des Hundes und Stadium der Krankheit entscheidet sich ihr
Tierarzt für die eine oder andere Therapie. Manchmal reicht
eine Bewegungstherapie, verbunden mit einer Futterumstellung. Bei
schwerwiegenden Fällen müssen Schmerzmittel und
Kortison verabreicht werden, doch die Wirkung ist begrenzt und die
Nebenwirkungen sind erheblich. Oft hilft nur noch eine Operation. Die
klassischen und häufigsten Methoden sind Muskeldurchtrennung,
Korrektur des Beckens oder Einsetzen einer künstliche
Hüfte. Neue Therapie: mit
Goldimplantaten gegen den Schmerz
Die Goldimplantation ist eine nebenwirkungsfreie und sehr schonende
Methode nach den Akupunkturprinzipien. Sie wird in Deutschland erst
seit einigen Jahren zur Behandlung von Gelenkerkrankungen eingesetzt.
Doch wird sie bisher nur von wenigen Tierärzten praktiziert.
Man behandelt nicht das kranke Gelenk direkt, sondern den
Arthrose-Schmerz. Unter Narkose werden mehrere 24-karätige, 1
mm große Goldstückchen mit Hilfe von
Spezialkanülen in die entsprechenden Akupunktur-Punkte
abgelegt. Die Kunst des Tierarztes besteht darin, die Punkte
für jeden Hund individuell auszuwählen und beim
Eingriff die Kanüle nicht zu tief zu stechen. Denn
Nervenstränge und Gelenkkapseln dürfen nicht
getroffen werden. Um die Wirkung der Goldimplantate noch zu
verstärken, wird auch an anderen Stellen des
Bewegungsapparates Gold eingesetzt. Dadurch wird das Gewebe gelockert,
die Durchblutung gesteigert und die Schmerzleitung gehemmt. Der
Eingriff ist einmalig und wirkt ein Hundeleben lang.
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